3D-Brillen für DVD und Blu-Ray

January 30, 2010 · Posted in Allgemein · Comments Off 

Wer nach 3D-Brillen sucht, muss vier verschiedene Ebenen beachten, die kompatibel sein müssen. Da wäre z.B. die Ebene des Quellmediums, sprich der Technik, mit welcher ein 3D-Film hergestellt wurde, dann die Ebene, des Vermittlungs-Mediums, z.B. des Abspielgerätes, das für den Film benutzt wird, z.B. ein DVD-Player. Ferner werden die Bilder des gespielten Films projiziert, also geht es um das Projektionsmedium, was bei einer DVD ein Bildschirm sein kann oder eventuell ein Beamer, der den Film im Großformat an die Wand wirft. Und als letztes geht es um den Betrachter, der die 3D-Bilder empfängt und da das normale Sehen des Menschen nur beschränkt auf 3D-Effekte eingestellt ist, benötigt er bislang eine Brille, um den gesendeten 3D-Code der übrigen drei Medien zu entschlüsseln.
Durch diese ungenormte Anordnung der Ebenen wird die 3D-Technik komplex, obwohl sie eigentlich auf einem simplen Prinzip beruht, nämlich der Tatsache, dass unsere Augen ca. 7cm voneinander entfernt liegen und insofern aus einem leicht unterschiedlichen Winkel die Umwelt wahrnehmen. Die Brille schafft es in Zusammenarbeit mit unserem Gehirn, durch verschiedene Farbschattierungen die beiden mit eben diesen unterschiedlichen Schattierungen aufgenommenen Blickwinkel zu einer Perspektive zusammenzusetzen.
Für den Gebrauch mit DVD und Blueray-Filmen sollte man sich zunächst an den Beschreibungen der Filme selbst orientieren und sicher stellen, dass der Film mit einem 3D-Verfahren für den heimischen Bildschirm hergestellt wurde. Denn die Technik, die für Kinofilme angewendet wird, ist für zu Hause nicht brauchbar und insofern auch nicht die entsprechenden Brillen. Als nächstes muss man dann seinen DVD-Abspieler daraufhin überprüfen, ob er auch in der Lage ist, den 3D-Effekt des gekauften Films wieder zu geben. Hier gibt es seit 2009 einen offiziellen Standard für DVD-Player mit der Zusatzfunktion 3D, der von der kanadischen Firma Sensio entwickelt wurde. Für dieses Basisequipment einschließlich einer Brille muss man allerdings Tausende von Euros berappen. Für den Hausgebrauch und einen gemäßigteren Geldbeutel steht die 3D-Technik gerade in den Startlöchern. Einige Fernsehgeräte von Sony, Panasonic, Samsung u.a. sind bereits ausgerüstet für 3D und bieten als optionales Equipment eine Shutterbrille an in Zusammenhang mit einem 3D-Transmitter. Wer nicht gleich ein ganzes System kaufen möchte, für den bleibt im Moment lediglich die eher geringe Anzahl an vorhandenen 3D-Filme übrig, die man, vorausgesetzt man besitzt die erwähnten übrigen Geräte, mit einer einfachen Rot-Grün-3D-Brille betrachten kann. Diese Farbkombination ist die einzige, die für den Hausgebrauch auf einem kompatiblen DVD-Player und einem entsprechend hergestellten Film funktioniert.
Die Fachpresse sieht in der Weiterentwicklung der 3D-Möglichkeiten für zu Hause die Zukunft und einer der nächsten Schritte wird sein, eine 3D-Blueray-Disc zu entwickeln, die ihre Vorgänger in Sachen Bildqualität in den Schatten stellen wird. Ferner werden erwähnte Firmen mehr und mehr zusammenhängendes kompatibles Kompaktequipment anbieten und dazu auch jeweils die passende Brille, um das heimische 3D-Erlebnis auf DVD oder luxuriöser auf Blueray-Disc zum Erlebnis werden zu lassen.

3d Filme

January 28, 2010 · Posted in 3d Filme, Allgemein · Comments Off 

3d brille frauDie Vorführung von 3D-Kinofilmen greift auf eine sehr lange und bewegte Geschichte zurück. Tatsächlich wurde bereits im Jahr 1922 der erste 3D-Kinofilm, damals selbstverständlich noch ein Stummfilm in schwarz/weiß, zu Testzwecken öffentlich vorgeführt. In den 50er Jahren des 20. Jahrhunderts erhofften sich die Filmproduzenten, welche zu dieser Zeit unter starken finanziellen Einbußen aufgrund des sich immer weiter verbreitenden Fernsehens verzeichnen mussten, ein erneutes Aufleben der Kinokultur. Die Menschen blieben damals immer häufiger dem Kino fern und saßen lieber in den heimischen Stuben vor dem Fernseher.
Die 3D-Kinofilme dieser und auch der nachfolgenden Zeit wurden mithilfe der sogenannten anaglyphen Technik projiziert, wobei die Filme in der Regel in schwarz/weiß erschienen. Ein Fortschritt dieser Technologie stellte das Polarisationsverfahren dar, wobei die Filme erstmals auch in Farbe vorgeführt werden konnten. Jedoch erschienen diese Filme in der Regel ausschließlich in Rot- und Grüntönen, wie man es an den damaligen 3D-Brillen sehr gut erkennen kann. Für beide Technologien mussten die Kinobesucher diese typischen rot-grünen 3D-Brilllen tragen, um den räumlichen Effekt des 3D-Films genießen zu können.
Das Produktionsverfahren von 3D-Filmen wird grundsätzlich als stereoskopisches Verfahren bezeichnet, welches mithilfe einer Stereokamera mit zwei voneinander getrennten Objektiven oder mithilfe von zwei komplett getrennten Kameras durchgeführt wird. Hierdurch entstehen zwei voneinander unabhängige Bildläufe, welche bei der Vorführung übereinander projiziert werden. Für das menschliche Auge entsteht mithilfe dieser Technik und durch das Tragen der 3D-Brille der Eindruck von räumlichen Effekten bei der Filmvorführung.
In der heutigen Zeit erlebt der 3D-Kinofilm seine Renaissance und derzeit können bundesweit über 200 Kinos 3D-Filme vorführen, wobei es sich bei der heutigen Vorführart um eine sehr fortschrittliche Technologie handelt. Zumeist werden 3D-Kinofilme heutzutage im sogenannten IMAX-3D-Verfahren oder mithilfe des DCI in HD produziert und vorgeführt. Der Kinobesucher muss für beide Arten des 3D-Films ebenfalls eine entsprechende 3D-Brille tragen, um in den Genuss der überragenden 3D-Effekte zu kommen.
Der räumliche Effekt der heutigen 3D-Technologien erscheint dem Kinobesucher als nahezu perfekt und wird mithilfe sogenannten Polarisierungsbrillen oder LCD-Shutterbrillen erreicht und vermittelt dem Kinobesucher den Eindruck, sich mitten im Geschehen des Films zu befinden.
Mithilfe des DCI-Verfahrens wurden die Schwachstellen der älteren 3D-Technologien sehr effektiv beseitigt. Beispielsweise kommt es bei 3D-Filmen im DCI-Format zu keinen Bildstandschwankungen mehr und die Filme sind vollständig in Farbe.
Derzeit finden sich zahlreiche 3D-Filmproduktionen in den Kinos, wobei auch rein computeranimierte Filme für jüngere Zuschauer auf sehr große Begeisterung stoßen.