3D-Brillen für DVD und Blu-Ray
Wer nach 3D-Brillen sucht, muss vier verschiedene Ebenen beachten, die kompatibel sein müssen. Da wäre z.B. die Ebene des Quellmediums, sprich der Technik, mit welcher ein 3D-Film hergestellt wurde, dann die Ebene, des Vermittlungs-Mediums, z.B. des Abspielgerätes, das für den Film benutzt wird, z.B. ein DVD-Player. Ferner werden die Bilder des gespielten Films projiziert, also geht es um das Projektionsmedium, was bei einer DVD ein Bildschirm sein kann oder eventuell ein Beamer, der den Film im Großformat an die Wand wirft. Und als letztes geht es um den Betrachter, der die 3D-Bilder empfängt und da das normale Sehen des Menschen nur beschränkt auf 3D-Effekte eingestellt ist, benötigt er bislang eine Brille, um den gesendeten 3D-Code der übrigen drei Medien zu entschlüsseln.
Durch diese ungenormte Anordnung der Ebenen wird die 3D-Technik komplex, obwohl sie eigentlich auf einem simplen Prinzip beruht, nämlich der Tatsache, dass unsere Augen ca. 7cm voneinander entfernt liegen und insofern aus einem leicht unterschiedlichen Winkel die Umwelt wahrnehmen. Die Brille schafft es in Zusammenarbeit mit unserem Gehirn, durch verschiedene Farbschattierungen die beiden mit eben diesen unterschiedlichen Schattierungen aufgenommenen Blickwinkel zu einer Perspektive zusammenzusetzen.
Für den Gebrauch mit DVD und Blueray-Filmen sollte man sich zunächst an den Beschreibungen der Filme selbst orientieren und sicher stellen, dass der Film mit einem 3D-Verfahren für den heimischen Bildschirm hergestellt wurde. Denn die Technik, die für Kinofilme angewendet wird, ist für zu Hause nicht brauchbar und insofern auch nicht die entsprechenden Brillen. Als nächstes muss man dann seinen DVD-Abspieler daraufhin überprüfen, ob er auch in der Lage ist, den 3D-Effekt des gekauften Films wieder zu geben. Hier gibt es seit 2009 einen offiziellen Standard für DVD-Player mit der Zusatzfunktion 3D, der von der kanadischen Firma Sensio entwickelt wurde. Für dieses Basisequipment einschließlich einer Brille muss man allerdings Tausende von Euros berappen. Für den Hausgebrauch und einen gemäßigteren Geldbeutel steht die 3D-Technik gerade in den Startlöchern. Einige Fernsehgeräte von Sony, Panasonic, Samsung u.a. sind bereits ausgerüstet für 3D und bieten als optionales Equipment eine Shutterbrille an in Zusammenhang mit einem 3D-Transmitter. Wer nicht gleich ein ganzes System kaufen möchte, für den bleibt im Moment lediglich die eher geringe Anzahl an vorhandenen 3D-Filme übrig, die man, vorausgesetzt man besitzt die erwähnten übrigen Geräte, mit einer einfachen Rot-Grün-3D-Brille betrachten kann. Diese Farbkombination ist die einzige, die für den Hausgebrauch auf einem kompatiblen DVD-Player und einem entsprechend hergestellten Film funktioniert.
Die Fachpresse sieht in der Weiterentwicklung der 3D-Möglichkeiten für zu Hause die Zukunft und einer der nächsten Schritte wird sein, eine 3D-Blueray-Disc zu entwickeln, die ihre Vorgänger in Sachen Bildqualität in den Schatten stellen wird. Ferner werden erwähnte Firmen mehr und mehr zusammenhängendes kompatibles Kompaktequipment anbieten und dazu auch jeweils die passende Brille, um das heimische 3D-Erlebnis auf DVD oder luxuriöser auf Blueray-Disc zum Erlebnis werden zu lassen.
